Philippinen

Elenita (Neth) Daño, Philippinen, 50 Jahre alt, Geschäftsführerin der „Action Group on Erosion, Technology and Concentration (ETC Group)“

„Das Wetter hat seinen Verstand verloren“

Elenita Daño, von ihren Freunden einfach Neth genannt, steht in der großen Eingangshalle des World Conference Center in Bonn, dem neuen Eingang zum ehemaligen Bundestag der Bundesrepublik Deutschland. Sie arbeitet seit 1987 im Bereich der Entwicklungsarbeit, in der Forschung sowie bei der Umsetzung von Maßnahmen direkt mit der lokalen Bevölkerung vor Ort: „Für mich ist es keine normale Lohnarbeit. Meine Arbeit ist mein Leben, meine Passion“. Neth ist die Geschäftsführerin der „Action Group on Erosion, Technology and Concentration (ETC Group)“ – einer internationalen Organisation, die neue Technologien und ihre möglichen Auswirkungen auf marginalisierte Bevölkerungsgruppen untersucht.

Neth lebt in der Stadt Davao auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen. Sie reist jedes Jahr im Frühsommer nach Bonn, um an den dort stattfindenden UN-Klimaverhandlungen teilzunehmen. An jenem Tag scheint die Sonne heiß auf das gläserne Dach der großen Eingangshalle. Eigentlich müsste sie sich, wie in einem Treibhaus, längst in eine Sauna verwandelt haben. Aber die Klimaanlage regelt die Temperatur runter und eintrudelnde Konferenzteilnehmer ziehen fröstelnd schnell einen Pullover oder ihr Jackett über.

Falsche Lösungen

Unsere Atmosphäre funktioniert ähnlich wie ein Treibhaus, kann sich ähnlich aufheizen, wie es die große Halle ohne Klimaanlage tun würde. Vielleicht davon inspiriert, werden auf den UN-Klimaverhandlungen regelmäßig Vorschläge laut, unsere Atmosphäre künstlich mit Geoengineering abzukühlen. Mit Sonnensegeln im Weltall, Eisendüngungen im Meer oder Schwefelfreisetzung in der Stratosphäre.

„False Solution“ – Falsche Lösungen nennt Neth diese nach Science-Fiction klingenden Vorschläge. „Solche Ideen werden weder den Klimawandel aufzuhalten, noch bereits betroffenen Ländern, wie den Philippinen, helfen!“ Sie könnten sogar den Effekt haben richtigen Klimaschutz zu bremsen, da sie benötigte Finanzen und Ressourcen abziehen. Neth macht es wütend zu sehen wie Millionen in die Forschung für „falsche Lösungen“ investiert werden, für dringende Anpassungsmaßnahmen aber Gelder schwer zu organisieren sind.

Dem Geoengineering – der großangelegten Manipulation der Erdsysteme, um dem Klimawandel entgegen zu wirken – hat Neth deshalb den Kampf angesagt. Die sogenannten „Carbon dioxide removal“ (CDR) sollen beispielsweise mithilfe des Anbaus von industrieller Biomasse-Monokulturen das CO2 wieder aus der Atmosphäre ziehen. In den Philippinen würden solche Maßnahmen mit dem Anbau von Nahrungsmitteln konkurrieren. Erfahrung hat das Land bereits gesammelt: Laut Neth wurden Plantagen mit der Pflanze Jatropha angebaut, um Biokraftstoffe an die Industrie zu liefern. Jedoch auch auf Land, das bisher von ärmeren Bauernfamilien bewirtschaftet wurde, die so einen Teil ihrer Lebensgrundlage verloren. Hinzu kommt: Die landwirtschaftlichen Erträge stehen schon aufgrund der Auswirkungen der Klimakrise unter Druck.

Erfahrungen haben die Philippinen auch mit dem Düngen der Meere gesammelt. Einer weiteren CDR Technology, die CO2 mit, durch Eisendüngung künstlich herbeigeführten Algenblüten, aus der Atmosphäre entziehen möchte. Ein Versuch wurde 2007 und 2008 von australischen Wissenschaftler*innen westlich der Philippinen durchgeführt. Ohne jedoch die Genehmigung der Regierung oder der lokalen Gemeinden. Organisationen der Fischer*innen, die Zivilgesellschaft und die zuständige Umweltbehörde erhoben starke Einwände. Ihre Sorge: Der Versuch könnte gefährliche Auswirkungen auf die lokalen marinen Ökosysteme haben und die Grundlage der lokalen Fischergemeinden gefährden. Die Auseinandersetzung führte zu einem Moratorium zur Meeresdüngung der UN-Konvention zur Biodiversität 2008 und 2013. „Seitdem ist diese Methode als unnütz und gefährlich angesehen, wird aber immer noch von Wissenschaftler*innen vorgeschlagen.“

Eine weitere Idee seien die „Solar radiation management (SRM) technologies“, die kleine Sulfat Partikel (Aerosole) wie ein Vulkan in die Stratosphäre entlassen, damit weniger Sonnenstrahlen die Erde erreichen. Neth befürchtet, dass die Reaktion unseres Klimasystems und somit die Auswirkungen für uns Menschen unberechenbar gefährlich werden könnten: “Es existieren Computermodelle eines möglichen Einsatzes von SRM. Tatsächlich würden sie die Erdatmosphäre für eine kurze Zeit kühlen, aber auch eine massive Veränderung der Monsumzyklen bewirken.” Davon betroffen wären Regionen wie Subsahara Afrika und Südasien.

Gemein hätten all die Technologien: „Keine adressiert die Ursache der Klimakrise, also die Art wie wir produzieren und konsumieren sowie unsere Abhängigkeit von den fossilen Rohstoffen.“ Nicht überraschend sei es deshalb, dass solche Vorschläge besonders von Industrieländern kommen. Denn gäbe es eine technologische Lösung, um den Klimawandel aufzuhalten, dann müssten keine radikalen Transformationen der eigenen Lebens- & und Wirtschaftsweise durchgeführt werden. „Geoengineering ist deshalb keine Lösung. Es kann die Situation von jenen, die bereits unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden sogar noch verschlimmern.“

Die Philippinen gehören zu jenen Ländern, die bereits die Auswirkungen einer ein Grad wärmeren Atmosphäre schmerzhaft spüren. „Innerhalb des letzten Jahrzehnts ist unser Wetter unberechenbar und extremer geworden – es hat seinen Verstand verloren, sagen viele Filipinos.“ Die Menschen hier wohnen nah am Meer, verteilt auf über 7000 Inseln sowie die Mehrheit keine 10 km von der Küste entfernt. So auch Neths Stadt Davao mit rund 1,7 Millionen Einwohner*innen. 

Reich ist das Land an Artenvielfalt, in der Tier und Pflanzenwelt. Es gehört zu den weltweit Top 10 Hotspots der Biodiversität. Wegen dem Verlust der Lebensräume und Umweltzerstörungen sind viele Arten aber gefährdet, die lokale Artenvielfalt bedroht. Die Landwirtschaft trägt leider bei, besonders jene die auf großen Flächen monokulturell Ananas, Bananen und Zucker für den Export anbauen. „Kontrolliert wird diese von wenigen, aber sehr reichen Familien“. Die Nahrungsmittel für die lokale Bevölkerung kommen primär von kleinen Farmen. „Ein Großteil unserer Bevölkerung ist abhängig von der Fischerei und den eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Unter der Armutsgrenze leben 25% von uns.“ Wie auch in anderen Ländern des globalen Südens, können sich jene Menschen am wenigsten vor den Auswirkungen der Klimakrise schützen.

Die Taifune werden stärker

Die Landwirtschaft ist in den Philippinen angepasst an zwei Jahreszeiten: Von Juni bis November kommt der Regen und von Dezember bis Mai dauert die Trockenzeit. Innerhalb des letzten Jahrzehnts wurde die Abfolge aber immer unbeständiger und extremer „Viele Filipinos glauben das Wetter habe den Verstand verloren“ erzählt Neth. Jetzt regnet es auch in der trockenen Jahreszeit stark und in der Regenzeit kommt es in Teilen des Landes zu Dürren. Auch liegen die Philippinen auf dem direkten Weg der pazifischen Taifune – so werden die tropischen Wirbelstürme in Südostasien genannt. Sie bilden sich aufgrund mächtiger Tiefdruckgebiete, weshalb mit den Stürmen auch starke Niederschläge erfolgen. „Wir sind daran gewöhnt ungefähr 20 Taifune im Jahr zu erleben. Sie sind normal für uns, oder waren es bisher. Leider nehmen sie an Kraft zu und betreffen plötzlich Gebiete, die bisher von ihrer zerstörerischen Kraft verschont waren.“

Gebiete wir Neths Zuhause, der Region Mindanao. Der Taifun „Sending“ (International als Washi bezeichnet) traf dort im Dezember 2011 mit grausamer Wucht an Land. Über 1000 Menschen verloren ihr Leben. Infrastruktur, Häuser sowie Ernten im Wert von 20 Millionen US Dollar wurden vernichtet. Im folgenden Jahr traf der nächste starke Taifun Pablo (Bopha) die Philippinen, kostete fast 2000 Menschen das Leben und verursachte einen Schaden von 80 Millionen Dollar. In den Jahren 2015 und 2016 kam es aufgrund von El Niño zu schweren Dürren mit Ernteausfällen. Die Taifune kehrten 2017 aber wieder und verursachten massive Überschwemmungen. In Küstennähe bringen die Stürme und die damit einhergehenden Überflutungen weitere Problem für die Landwirtschaft: Das Eindringen des Salzwassers ins Grundwasser. Die meisten genutzten Kulturpflanzen tolerieren kein Salzwasser.

Menschen, die direkt von den Erzeugnissen der Landwirtschaft anhängig sind, leiden stark unter den beständigen Ernteverlusten. „Wir mussten deshalb unseren Import von Reis und anderen Grundnahrungsmitteln erhöhen”.

Auch für die Fischergemeinschaften sind die Taifune ein großes Problem, da sie auf kleine Boote angewiesen sind, die sich bei schlechtem Wetter nicht weit vom Ufer entfernen können. Küstengebiete, deren Korallenriffe und Mangrovenwälder bereits durch den Menschen beschädigt wurden, sind besonders schutzlos den stärker werdenden Stürmen ausgesetzt. Hinzu kommt der Anstieg des Meeresspiegels. „Ich habe Straßen und kleine Insel gesehen, die sich das Meer einfach nahm und Küstenbewohner*innen, die ins Landesinnere umsiedeln mussten“, so Neth. In der Zukunft wird der Druck auf die Bevölkerung steigen auf höhere Gebiete auszuweichen und damit auch Landnutzungskonflikte entstehen: „Da viele Menschen keine oder über unsichere Landtitel verfügen, kann die Klimakrise zu Landlosigkeit von vielen führen.“

Als Yolanda (Haiyan), einer der bisher stärksten Taifune, 2013 auf besiedelte Landmasse traf, verloren viele Menschen ebenfalls ihr Zuhause. Aus den stark zerstörten Gebieten mussten sie fliehen, in andere Provinzen und Städte auf den Philippinen. Die Gemeinschaften der seit langem bestehenden Siedlungen zersprengten sich. „Regierungsberichten zufolge sind tausende der Familien nach Metro Manila gezogen. Dort, in den verarmten Gegenden der Metropole, bildeten sich viele informelle Siedlungen.“ Andere zogen weiter nach Visayas (zentrale Philippinen) sowie nach Mindanao (südliche Philippinen).

Gleichberechtigung der Frauen auf lokaler Ebene fördern

Männer und Frauen in benachteiligten Bevölkerungsgruppen seien gleichermaßen vom Klimawandel betroffen, Frauen und Kinder aber gegenüber den Auswirkungen am verwundbarsten. „Wie in den meisten Kulturen liegt die Verantwortung für die Ernährung und das Wohlergehen eines philippinischen Haushaltes auf den Schultern der Frauen. Außerdem kümmern sie sich um das Wohlergehen von Kindern und älteren Menschen.“  Diese Verantwortung wird in Zeiten der Klimakrise immer schwerer, wenn das Haus zerstört und Lebensgrundlagen betroffen sind. „Für die Filipino-Frauen mit geringem oder keinem Einkommen, stellen Dürreperioden und schwere Überschwemmungen, wenn Ernten geschädigt werden und Lebensmittel von außen gekauft werden müssen, eine große Belastung da.“

Treffen Taifune oder extreme Wetterereignisse die Philippinen, sind es meist Frauen, die stundenlang auf sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und Hilfsgüter warten, verteilt von Regierungsbehörden und Wohltätigkeitsorganisationen. In Küstengemeinden sind ebenfalls primär Frauen dafür verantwortlich, den Fang der Fischer aus dem Meer zu verarbeiten. Und es sind auch sie, die mit dem Sammeln von Muscheln und Algen für die eigene Familie und für den Verkauf auf dem lokalen Markt beschäftigt sind. Je mehr und stärker die Stürme auftreten, desto negativer wirken sie sich auf ihre Einkommensmöglichkeiten aus.

„Damit sich die Gesellschaft an die aktuellen und kommenden Auswirkungen der Klimakrise anpassen kann, muss die Stellung der Frauen eine zentrale Rolle spielen“ fordert Neth deshalb. „Die aktive Mitwirkung von Frauen in Entscheidungsstrukturen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene muss ermöglicht und sichergestellt werden.“ Besonders auf lokaler Ebene fehle eine Auseinandersetzung über Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann. Innerhalb der Gemeinde oder im Haushalt, wo traditionellere Geschlechterrollen eine wichtige Rolle spielen, dominieren Männer die Entscheidungen. „Egal ob die alltäglichen Folgen der Klimakrise, oder ob ein Taifun auf Land trifft, ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft, kann für sie eine Frage von Leben oder Tod werden.“ Für Neth ist neben der Umsetzung von technischen Klimaanpassungsmaßnahmen wichtig ihre Gesellschaft zu verändern, zu fördern, dass Geschlechterrollen überdacht und Frauen gleichberechtigt werden.

Anpassungsmaßnahmen mit Entwicklung verbinden

Um die Gemeinden der Philippinen auf die Folgen der Klimakrise vorzubereiten, die eine Welt ein Grad heißer für sie bedeuten, müssen laut Neth Anpassungsmaßnahmen schnell umgesetzt werden und „sie müssen mit Programmen für Entwicklung der Wirtschaft sowie der Infrastruktur zusammenfließen.“  Eine Anzahl dieser sei bereits von der Regierung und in Zusammenarbeit mit NGOs angestoßen worden. Die Stadt Davao führte eine strickte Bauverbotszone ein, in jenen Gebieten, die das Risiko tragen von Überflutungen oder Erdrutschen betroffen zu sein. Damit die Menschen diese Maßnahmen verstehen, braucht es Informations- und Bildungskampagnen für die Bevölkerung. „Leider kommt es oft zu Konflikten zwischen jenen, die bereits dort wohnen und den staatlichen Behörden.“ Zwangsumsiedlungen und lokale Proteste sind die Folge. Viele Familien zögern ihr Land und ihr Haus aufzugeben, um in höher liegende Gebiete zu ziehen. Besonders, wenn nicht klar ist ob sie gleichwertiges Land als Ersatz erhalten werden. Abhilfe könnten die Verfügbarkeit von höheren finanziellen Hilfen schaffen. Dafür sieht Neth auch die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung. Ihre Forderung an Deutschland: “Unterstützt lokale Anpassungsmaßnehmen und die betroffenen Gemeinden mit den benötigten Finanzen sowie mit technologischer Unterstützung“.

„In die Entwicklungspläne des Landes ebenfalls integriert werden müssen ist der Erhalt und die Wiederherstellung von Ökosystemen.“ Mangrovenwälder der Küste beispielsweise bieten natürlichen Schutz gegen die Stürme und Fluten. Am effektivsten seien Mangroven Wiederaufforstungsprogramme, die von den lokalen Küstengemeinden selbst durchgeführt werden und die damit direkt ihr Einkommen als Fischer*innen nachhaltig sichern. Mangroven sind die Kinderstube vieler Fische und anderer Lebewesen des Meeres.

„Weiter landeinwärts muss sich auch die Landwirtschaft an die Klimakrise anpassen“ Die „Climate Resilient Field Schools“ (CRFS) sowie das „Rice Watch Action Network“ (RWAN) versuchen bereits mit Züchtungen von neuen Sorten von Kulturpflanzen den veränderten Anbaubedingungen gerecht zu werden. Wenn sich jedoch die globale mittlere Temperatur weiter erwärmt, können manche Anpassungsmaßnehmen nicht mithalten. Taifune oder Dürren zur falschen Jahreszeit können dann ganze Reisernten zerstören. Der Bedarf an importierten Grundnahrungsmitteln wird rapide steigen und somit auch die Preise für die bereits unter Druck stehende Bevölkerung. Ein weiteres großes Problem wird der, mit der erhöhten Temperatur einhergehende, Anstieg des Meeresspiegels. Das süße Grundwasser wird dauerhaft zurückgedrängt. Salzwasser gelangt vermehrt auf die Äcker und wird starke Einbußen der landwirtschaftlichen Erträge verursachen. Für die Bevölkerung wichtige Süßwasserquellen laufen ebenfalls Gefahr kontaminiert zu werden.

Um den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen ist für Neth neben der Stärkung der lokalen Strukturen und der direkten Zusammenarbeit mit der Bevölkerung eine globale Vernetzung verschiedener Akteure wichtig: „Kein Land, keine Gemeinschaft kann sich allein mit den Herausforderungen der Klimakrise befassen. Jede Untätigkeit im Klimaschutz, als auch bei den Anpassungsmaßnahmen, wirkt sich auf uns alle aus.“ Ihre Organisation, die ETC Group versucht deshalb mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft sowie mit sozialen Bewegungen ein globales Netzwerk aufzubauen.  „Eine Krise auf der ganzen Welt erfordert kollektive Lösungen auf globaler Ebene.“ Das Netzwerk soll ihnen helfen Erfahrungen und Wissen auszutauschen, um voneinander lernen zu können. Lösungen für Klimaschutz als auch Anpassungsmaßnamen auf den unterschiedlichen Ebenen sollen gefunden werden und, für Neth ein sehr wichtiger Punkt: Solidarisch im Angesicht der Folgen der Klimakrise zusammenzuhalten.

Die internationalen Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen spielen für das Netzwerk eine Rolle. Hier ist der Ort, wo die Nationen als auch Vertreter der Zivilgesellschaft zusammenkommen. Für Neth sind die Verhandlungen deshalb zu der „wichtigsten Plattform“ geworden, auf der sie sich mit anderen über Antworten auf die Klimakrise beraten kann und „als Zivilgesellschaft bieten wir Regierungen und der UN Informationen und Analysen zu Themen, die für die Verhandlungen relevant sind und Entscheidungen bestimmen.“ Koordiniert versuchen sie die Regierungen dazu zu bewegen die Stimmen jener zu hören, die jetzt bereits von der Klimakrise existenziell betroffen sind und entsprechend Maßnahmen für ihren Schutz umzusetzen.  „Es ist jedoch nicht immer so, dass dies geschieht, und oft gibt es begrenzte Räume und Möglichkeiten. Der Zugang zu Beratungen ist nicht immer gewährleistet und die wichtigsten Diskussionen sind nicht einmal für Beobachter der Zivilgesellschaft zugänglich.“ Neth fordert eine Veränderung der Verhandlungsprozesses. Sie möchte mehr Transparenz und eine aktive Beteiligung der Zivilgesellschaft und Vertreter*innen von lokalen Gemeinden aus den Ländern des globalen Südens. „Die Klimakrise betrifft uns alle und deshalb müssen wir alle an der Erarbeitung der Lösungen beteiligt sein. Nur ein inklusiver Prozess kann verhindern, das ganze Bevölkerungsgruppen übergangen werden.“

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